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Policy Paper zu Auswirkungen der Corona-Proteste

Der Bundesverband der Mobilen Beratung (BMB) hat soeben eine Handreichung mit Analysen und Handlungsempfehlungen veröffentlicht.

Fackelaufzug zum Haus von Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Morddrohungen gegen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, aggressive Proteste in mehreren Städten an den ersten beiden Dezemberwochenenden: Antidemokratisch eingestellte Gruppen gehen weiterhin gegen die Corona-Politik auf die Straßen und zeigen sich militanter. Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) analysiert in einem Policy Paper die Entwicklungen der verschiedenen Milieus und formuliert Handlungsempfehlungen für die demokratische Zivilgesellschaft.

Das Policy Paper beruht auf den Erfahrungen und Beobachtungen Mobiler Beratungsteams aus ganz Deutschland und zeigt: Die Teilnahme bei Demonstrationen hat zwar abgenommen. Aber es gibt einen „harten Kern“, der gezielt mit der rechtsextremen Szene kooperiert und sich zunehmend gewaltbereit zeigt. Zudem hat der militante Kreis seine Angriffsflächen erweitert: Schulen, Rathäuser, Landtage und Impfzentren erfahren teils „flashmobartige“, teils gefährdende Übergriffe. Gleichzeitig zeigen die Gegenproteste der engagierten demokratischen Zivilgesellschaft Ermüdungserscheinungen. Denn viele Engagierte halten sich an die Corona-Regeln, was die Organisation von großen Zusammenkünften erschwert.

Für den Umgang mit der Protestszene und Verschwörungserzählungen hält das Policy Paper konkrete Tipps bereit. „Die Zivilgesellschaft zeigt ein gesteigertes Interesse an der Auseinandersetzung mit der komplexen Verschwörungsthematik, um sich gerade für Konflikte im persönlichen Umfeld zu wappnen. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus ist für diese Fragestellungen ansprechbar und verweist bei Bedarf nach psycho-sozialer Unterstützung an andere lokale Beratungseinrichtungen“, sagt Heiko Klare, Sprecher des BMB.

 

Das BMB-Policy Paper können SIe hier herunterladen.

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